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Bereitet die Wege, bereitet die Bahn!

Mona Rozdestvenskyte

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schon nächste Woche beginnt die Adventszeit und ich, als jemand, der sich die kindliche Vorfreude auf Weihnachten bewahrt hat, möchte diese nun schon jetzt mit Ihnen teilen.

Wenn man im Internet die Frage stellt, was in der Adventszeit auf keinen Fall fehlen dürfe, so sind die ersten Begriffe, die bei dieser Recherche herauskommen: „Weihnachtsleckereien“, „Weihnachtsmarkt“, „Adventskalender“ und „Glühwein“.

Kein wirklich überraschendes Ergebnis: Bereits seit September findet man in den Geschäften schon überall Lebkuchen und Weihnachtsdekorationen. Für mich ist allerdings die Musik mein persönliches „Must-have“ in dieser besonderen Zeit.

Eine "typische Musikerantwort", würde der eine oder der andere vielleicht denken. Ich bin aber fest davon überzeugt, dass es nicht nur mir so geht, wenn ich an all die wunderbaren musikalischen Angebote in dieser Jahreszeit denke.

Was man bei all dem weihnachtlichen Glanz leicht vergisst, ist der Gedanke, dass die Adventszeit eigentlich eine Zeit der Vorbereitung ist: Die Vorbereitung auf die Ankunft unseres Heilands Jesu Christi.

Die Vorbereitungen für diese Zeit haben aber für über 30 Mitglieder unserer Gemeinde schon wesentlich früher begonnen. Bereits im Juli habe ich mit dem Kirchenchor "Cäcilia" die ersten Töne für unser Adventskonzert geprobt. Das Ergebnis dürfen wir Ihnen am 3. Dezember um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Peter und Paul präsentieren.

Den Kern des Konzertprogrammes bilden die Kantate "Bereitet die Wege, bereitet die Bahn" von J. S. Bach und Vivaldis berühmtes "Gloria in D".

Es war mir ein Anliegen, eine Kantate für einen der Adventssonntage aufzuführen, die sich mit den Fragen beschäftigt, die für einen Gläubigen in der Adventszeit im Bezug auf die Vorbereitung auf Weihnachten wichtig sind. Der Text der Kantate knüpft eng an die Evangelienlesung aus Johannes 1,19-28 an, die vom Zeugnis Johannes des Täufers handelt. Dieses Bekenntnis wird aufgegriffen und schließt die Forderung an, dass jeder Einzelne sich seiner Sünde bewusst werden und Christum frei bekennen müsse. Das Bewusstsein, dass Christus geboren wird, um die Menschen durch seinen Tod von den Sünden zu befreien und Krippe und Kreuz somit unzertrennlich voneinander sind, findet man auch an anderen Stellen in Bachs Werken. So verwendet er in seinem Weihnachtsoratorium für den Choral "Wie soll ich Dich empfangen" die Melodie des Passionsliedes "O Haupt voll Blut und Wunden" und setzt damit ein deutliches Zeichen.

Das Gloria von A. Vivaldi gehört zu den bekanntesten Stücken des Barocks für Chor und Orchester und das zurecht: die Musik ist mitreißend und zieht den Zuhörer durch ihre kompositorische Vielfalt schnell in ihren Bann. Im rund 30-minütigen Werk vertont Vivaldi den „Hymnus Angelicus“, den Lobpreis der Herrlichkeit Gottes.

Sehr herzlich möchte ich Sie zu diesem besonderen Konzert am ersten Adventssonntag einladen, um über die bevorstehende Adventszeit nachzudenken, adventliche Stimmung zu tanken und wunderbare Musik, die unter anderem von Ihren Nachbarn, Kollegen und Freunden gemacht wird, zu genießen.

Mit freundlichen Grüßen,
Mona Rozdestvenskyte, Kirchenmusikerin

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