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Es ist eine Freude!

Pfarrer Hubertus Rath

Liebe Schwestern und Brüder,

jetzt spielt sich wieder vieles draussen ab. Auch in unseren Kirchen. Die Prozessionen stehen an und viele Gottesdienste feiern wir außerhalb der Kirchen und versammeln uns dabei an Orten mit einer besonderen Bedeutung und Geschichte: die Kluskapelle, das Heimkehrerkreuz, die Iburg-Messe.
Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die Iburg-Messe von Pfarrer Pöppel als Ersatz für die Stellbergprozession eingeführt worden. Deshalb wurde sie bis vor kurzem am ersten Sonntag im Mai gefeiert und es führte eine Mini-mini-mini-Prozession vom Parkplatz bis zur Kapelle auf der Iburg.
Wo kann man aber besser Christi Himmelfahrt feiern, als unter freiem Himmel: „Ihr Männer (Menschen) von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel empor? Dieser Jesus, der von euch fort in den Himmel aufgenommen wurde, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel hingehen sehen.“ In doppelter Weise knüpfen wir mit der Iburg-Messe an unsere Ursprünge an: Jesus verheißt seinen Jüngern den Hl. Geist als Beistand und wir stehen in dem gekennzeichneten Umriss der ersten Driburger Kirche.
Wenn ein Ereignis von überkonfessioneller Bedeutung ansteht, kann mit Genehmigung des Erzbischofs auch an Sonn- und Feiertagen ein ökumenischer Gottesdienst gefeiert werden. Mit dem Stadtjubiläum war dieses Ereignis gegeben und wir feierten zum ersten Mal einen ökumenischen Gottesdienst auf der Iburg. Dabei ist es geblieben, weil der Erzbischof eine generelle Genehmigung ausgesprochen hat, wenn für die Gläubigen, die das wünschen, in erreichbarer Nähe im Pastoralverbund die Teilnahme an einer Heilige Messe möglich ist.
So werden wir auch in diesem Jahr an Christi Himmelfahrt in allen Kirchen eine heilige Messe feiern und um 10.30 Uhr in der Kapelle auf der Iburg einen ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrerin Elhaus.
Ist das ein Muss? Nein! Ist das eine Notwendigkeit? Nein! Es ist eine Freude! Eine Freude darüber, dass wir außerhalb unsere Kirchengebäude feiern und auch außerhalb unserer sonst üblichen inneren Kirchenbegrenzungen. Es ist eine Freude an diesem Hochfest gemeinsam Gott zu loben in Liedern und Gebeten, gemeinsam auf sein Wort zu hören und gemeinsam Brot zu teilen. Es ist eine Freude das gegenseitige Misstrauen, welches über Generationen geschürt wurde, beiseite zu lassen und die Annäherung, die in der letzten Generation gewachsen ist, zu festigen. Es ist eine Freude, weil wir unter dem grenzenlosen Himmel stehen und unsere selbstgemachte Begrenzung überschreiten. Es ist eine Freude, weil in den Texten zu Christi Himmelfahrt ebenfalls die Begrenztheit menschlichen Denkens, Fühlens und Sehnens aufgebrochen wird. Und es ist eine Freude, weil wir dies an einem Ort tun, zu dessen Zeit konfessionelle Spaltung noch keine Rolle spielte.
Ich freue mich, mit Pfarrerin Elhaus und Ihnen zu Christi Himmelfahrt einen Gottesdienst in unserer Ursprungskirche zu feiern.
Ihr Pfarrer Hubertus Rath

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